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In Johannesburg, im Stadtteil Eldorado Park, unterstützt Selina Neubauer eine Initiative, die aus eigener Kraft einen Gemeinschaftsgarten aufgebaut hat und täglich rund 1700 Kinder mit Nahrung versorgt. Foto: Selina Neubauer

10 Jahre nach der Walz – Selina Neubauer über ihren Weg

10 Jahre nach der Walz – Selina Neubauer über ihren Weg

Vor zehn Jahren, am 7. März 2016, brach Selina Neubauer, die ihre Wurzeln in der Wildschönau hat und auch in Angerberg gelebt hat, als Spenglerin auf die Walz auf – ein Schritt, der ihr Leben nachhaltig verändern sollte.

Die Wanderschaft war für sie weit mehr als eine handwerkliche Tradition. „Die Walz hat mein Leben in seinen Grundfesten verändert und mich zu der Person gemacht, die ich heute bin“, sagt sie rückblickend. In dieser Zeit begegnete sie Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen, lebte in verschiedensten Familienkonstellationen und durfte beeindruckende Landschaften und Momente erleben. Gleichzeitig war die Reise auch von Herausforderungen geprägt, die sie an ihre Grenzen brachten und sie nachhaltig formten.

Besonders prägend waren für sie die Begegnungen mit anderen Wandergesellinnen und Wandergesellen. „Die Gemeinschaft, die Geschichte und vor allem die Menschen hinter den Hüten machen die Walz zu etwas ganz Besonderem.“

Nach rund zwei Jahren kehrte sie nach Hause zurück

– eine Entscheidung, die sich als richtungsweisend erwies. Sie nutzte die Chance, eine Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin zu absolvieren – auch ohne klassische Matura. Die intensive Ausbildung schloss sie mit Auszeichnung ab. In ihrer beruflichen Laufbahn konnte sie bereits Verantwortung übernehmen und war unter anderem als Stationsleitung tätig.

Heute sieht sie ihre vielfältigen Erfahrungen als Grundlage dafür, aktiv an Verbesserungen und Reformen im Pflegebereich mitzuwirken und diese auch umzusetzen.

Ein zentraler Gedanke aus ihrer Wanderschaft begleitet sie bis heute: die Erkenntnis, wie unterschiedlich Lebensrealitäten weltweit sein können – und wie viel Kraft in Gemeinschaft, Eigeninitiative und Zusammenhalt liegt.

Dieses Verständnis führte sie zu einem sozialen Projekt in Südafrika.

In Johannesburg, im Stadtteil Eldorado Park, unterstützt sie eine Initiative, die aus eigener Kraft einen Gemeinschaftsgarten aufgebaut hat und täglich rund 1700 Kinder mit Nahrung versorgt. Neben der Lebensmittelversorgung steht vor allem „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Mittelpunkt – mit dem Ziel, langfristig unabhängig zu werden.

„Es ist beeindruckend zu sehen, was dort mit so viel Engagement und Zusammenhalt aufgebaut wurde“, so Neubauer. Erste Unterstützung aus Tirol konnte bereits organisiert werden: Rund 1000 Euro an Spenden ermöglichten unter anderem den Kauf einer Gefriertruhe, Arbeitskleidung für die Gärtner und Gärtnerinnen sowie dringend benötigte Lebensmittel.

Aktuell arbeitet sie daran, weitere Unterstützung aus Österreich zu koordinieren – insbesondere Sachspenden, deren Transport jedoch noch organisiert werden muss. Bis dahin ist das Projekt auf finanzielle Hilfe angewiesen.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun:
IBAN: AT25 3635 7000 0004 3711
Verwendungszweck: Food for the Hood
Bei Fragen: selinaneubauer@gmail.com

„Jeder Beitrag zählt – und kann konkret etwas verändern.“

Mit ihrem Engagement verbindet Selina Neubauer ihre persönlichen Erfahrungen mit einem klaren Ziel: nachhaltige Unterstützung zu leisten und gleichzeitig Verbindungen zwischen Menschen und Lebensrealitäten zu schaffen.

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